Thema von Insulaire im Forum Eigene Verse und Texte...
Der Wannefant
In der Wanne, grade heute, dachte ich an Ebbes-Freunde, als es einen Pflatscher machte; - heiii, mein Badewasser schwappte hoch hinauf bis zum Plafond, worauf ich unter Wasser floh.
Und da saß ER, mir zu Füßen in der Wanne, tat mich grüßen, zog mich hoch, gab mir die Hand, - was ich wirklich reizend fand. Oh, der schuppige Geselle wirkte lieb und nett und helle, als er sagte: "Küss die Hand! Ich bin dein Ebbes-Wannefant."
"Wannefanten", sprach er weiter, "hüpfen von der Himmelsleiter in die Träume und - Hurra!, siehste wohl, schon bin ich da!" Als ich aus dem Bad mich wand, da verschwand der Wannefant.
Hier setzen sie sich für SOS PAPA ein, die "Organisation für den Erhalt der Bindung zwischen Vätern und Kindern bei Trennungen und Scheidungen der Eltern".
Zur Weihnacht ist es nicht mehr weit. Gedanken an die Kinderzeit geh'n mehr als je mir durch den Kopf. Die Zipfelmütz' auf krausem Zopf musst ich in tiefem Schnee und Weh'n sechs Wochentag' zur Schule geh'n - zwei Kilometer über'n Berg ... Oft fühlte ich mich wie ein Zwerg im tief verschneiten Märchenwald. Und immer schien's mir ach-so-kalt. Den Lehrern war das wurscht-egal. Die Schule schloss nicht ihr Portal.
Nein, schulfrei wegen Eis und Schnee, das gab es NIE! - Und doch war's ... scheee.
Dann im Beruf in später'n Jahren da lauerten im Schnee Gefahren, wenn ich frühmorgens voller Fruste bei Glatteis ins Büro fahr'n musste. Ließ der Verkehr mich täglich schaudern, gab's niemals Krankspiel'n und kein Zaudern. Doch oft beim Autoscheiben-Schaben vernahm ich laut mein eig'nes Klagen. Die Zeiten sind nun längst vorbei. Im Nachhinein ist's einerlei. Das "Heimweh" nach vergang'ner Zeit trägt heut ein melancholisch' Kleid.
Drei Kerzen brennen hier allein. Der Sepp geht heut halb trunken heim. Dann holt er sich die Leiter raus und steigt auf ihr zur Zenz hinauf. Advent-Advent, schau bittschön fort ... Der Sepp liegt bei der Zenzi dort.
Du bist sooo fern! Mir is sooo weh! Weil i di' vui zu seltn seh, d'rum schluchz' i laut in meinen Tee, den i mit starkem Rum verseh (in Bayern hoaßt des Jager-Tee), bis i im Selbstmitleid vergeh, die ganze Welt nimmer versteh und meinen Tee scho' doppelt seh.
Weil i auf einem Bein ned steh, mach i mir glei' an zwoaten Tee, nach dem i in die Kni-e geh. I hob eam gsuffa glei' im Steh'! Boid knieagl i vorm dritten Tee, wobei i mi im Spiegel seh und denk ma "Schluss is jetz mit Tee. Mit Rum muaß i zu Grunde geh".
Doch als i in die Flaschn seh, da woan i lauter no' als je, und rülpsend hör i mein "Ohweh, die Flasch is leer." - Und darum geh auf alle Viere i - ohje -! Und wer is schuld am Duliöö, dem i so blau ins Auge seh? Da Jagatee und du alloa - und a da Rum aus Gemsen-Oa' !! Hübbs !!